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Cognis Newsletter

COGNIS Newsletter Deutschland vom 13.10.2005

Der Sprung zurück ins Leben
Cognis Mitarbeiter macht ehrenamtlich Aufklärungsarbeit für psychische Krankheiten

Vor zwölf Jahren, als Andreas Kernchen, jetzt Sachbearbeiter im Bereich Managerial Accounting, vom Joggen nach Hause kam, erlitt er einen Nervenzusammenbruch. Wochenlange Wechselschicht, die Geburt seines Sohnes, ein Zwist in der Familie und nebenbei Meisterschule waren zu viel für ihn geworden. Nach aufwändigen ärztlichen Untersuchungen stand die Diagnose fest: Schizophrenie. Heute hat Andreas Kernchen gelernt, mit der Krankheit zu leben und widmet einen Teil seiner Freizeit der Aufklärungsarbeit für psychische Krankheiten. Lesen Sie im zweiten Teil unserer Newsletter-Serie „Cognis Mitarbeiter privat“ mehr über sein Engagement.

Mit Vorurteilen und Unwissenheit aufzuräumen – das war das Hauptanliegen des Cognis Mitarbeiters, als er vor gut drei Jahren begann, ehrenamtlich Aufklärungsarbeit für psychische Krankheiten zu leisten. „Ich bin über die Jahre zum Experten für meine Krankheit geworden. Die meisten Menschen wissen gar nicht, was Schizophrenie ist: Einige glauben, die Krankheit habe etwas mit Persönlichkeitsspaltung zu tun, andere, dass schizophrene Menschen besonders gewalttätig seien. Schizophrenie ist aber eine Stoffwechselerkrankung des Gehirns, die in einer Belastungssituation entsteht und jeden treffen kann.“

Raus aus der Tabuecke. Im ersten Schritt kontaktierte Andreas Kernchen im Frühjahr 2003 den Leipziger Verein „Irrsinnig Menschlich“ und initiierte zusammen mit anderen Düsseldorfern das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“. Gemeinsam mit anderen Psychose-Erfahrenen besucht er nun mehrmals im Jahr Schulen und spricht mit den Jugendlichen über psychische Krankheiten. „Als ich mich zum ersten Mal vor einer Schulklasse als psychisch Kranker ‚outete’, war ich sehr nervös. Aber uns geht es ja gerade darum, das Thema aus der Tabuecke rauszuholen. Die Schüler reagieren meistens sehr positiv und sind neugierig auf das Thema. Mit einer Klasse habe ich z. B. darüber diskutiert, wieso unsere Gesellschaft viel offener mit körperlichen Erkrankungen umgeht als mit psychischen.“

Viele Eisen im Feuer. Neben dem Schulprojekt betreut Andreas Kernchen einen Stammtisch für psychisch Kranke in der evangelischen Gemeinde in Düsseldorf-Flingern. Darüber hinaus leitet er die Psychose-Selbsthilfegruppe „Normalos“ und organisiert zehnmal im Jahr ein „Psychose-Forum“, eine Vortragsveranstaltung für Betroffene, ihre Familien, Psychiater und Pfleger. Bis zu zehn Stunden wöchentlich investiert der Controller, der den Sprung zurück ins Leben geschafft hat und seit April 1999 wieder bei Cognis arbeitet, in seine ehrenamtliche Tätigkeit. „Manchmal frage ich mich, wie ich das schaffe. Aber gleichzeitig bekomme ich sehr viel zurück: Die Arbeit in den Projekten ist für mich wie eine zusätzliche Therapie.“

Wollen Sie mehr über Schizophrenie und die Projekte von Andreas Kernchen erfahren? Weitere Informationen erhalten Sie von Andreas Kernchen persönlich, Tel.: 0211-7940-1412 0211-7940-1412 
E-Mail: andreas(punkt)kernchen(at)cognis(punkt)com oder auf seiner Homepage:
www.psych-handicap.de. Informieren und aufklären: Andreas Kernchen ist über die Jahre zum Experten für seine Krankheit geworden

 

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